Woher kommt unser Strom?

Wir beliefern unsere Kunden überwiegend mit Strom aus unseren Erzeugungsanlagen im Kreis Paderborn. Da Wind und Sonne nicht permanent Strom liefern, kaufen wir den übrigen Strom von unserem Vertragspartner (CLENS) aus Leipzig in dem Umfang, dass die Kunden rund um die Uhr bedarfsgerecht beliefert werden.

Wie setzt sich der Strompreis zusammen?

Der Preis für eine Kilowattstunde (kWh)Kilowattstunde (kWh)
Die Kilowattstunde ist eine Maßeinheit für elektrische Arbeit, d.h. für den Energieverbrauch. Eine Kilowattstunde sind 1.000 Wattstunden – das entspricht der Energiemenge, die ein Gerät mit einer Leistung von 1.000 Watt in einer Stunde verbraucht. Elektrische Arbeit bzw. der Energieverbrauch ist also das Produkt aus Leistung und Zeit.
setzt sich zusammen aus folgenden Positionen:

  1. Steuern, Abgaben, Netzentgelte und Umlagen: ca. 19,46 ct/kWh, [vgl. Strompreisanalyse BDEW 10/2013]
  2. Stromeinkaufspreis: ca. 3 bis 4 ct/kWh (wird unten erläutert)
  3. Messkosten und Vertriebskosten

Die Konsequenzen der letzten EEG-Novelle

Seit dem Inkrafttreten der EEG-NovelleEEG-Novelle
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist ein Gesetz zur Förderung der Erneuerbaren Energien in Deutschland. Ziel des EEG ist der schrittweise Ausbau der Erneuerbaren Energien bis zu einem Anteil von 80 Prozent an der deutschen Stromversorgung bis zum Jahr 2050. Kernelemente des EEG sind die garantierte Einspeisevergütung, die Anschlussgarantie sowie die bevorzugte Abnahme des Stroms durch den Netzbetreiber. Das Gesetz wurde 2000 beschlossen und 2014 und 2016 zuletzt novelliert.
am 1.8.2014 wird die volle EEG-UmlageEEG-Umlage
Mit der EEG-Umlage werden die Kosten, die den Netzbetreibern durch die Vergütung von Erneuerbaren Energien im Rahmen des EEG entstehen, abzüglich der Einnahmen, die sie aus deren Vermarktung erzielen, auf die Endverbraucher verteilt.
auf Strom auch dann erhoben, wenn es sich um Strom aus Erneuerbaren Energiequellen (sogenannter GrünstromGrünstrom
Grünstrom bezeichnet elektrische Energie, die aus Erneuerbaren Energiequellen gewonnen wird.
) handelt. Die Erzeugung einer Kilowattstunde GrünstromGrünstrom
Grünstrom bezeichnet elektrische Energie, die aus Erneuerbaren Energiequellen gewonnen wird.
aus Windenergie-Windenergie-
Windenergie ist eine erneuerbare Energiequelle zur Stromerzeugung.  Dabei wird die Bewegungsenergie des Windes mittels Windenergieanlagen (Windrädern) in elektrische Energie umgewandelt.
und Fotovoltaikanlagen kostet im Schnitt mehr als 10 ct/kWh. Die Preise für den Einkauf an der Strombörse liegen bei unter 4 ct/kWh.

Dieser Strom besteht aus dem deutschen Kraftwerksmix, also aus Atom-, Kohle-, Gaskraftwerken und Erneuerbaren Energiequellen. Der Börsenpreis von unter 4 ct deckt bei weitem nicht die Stromerzeugungskosten aus neuen konventionellen Kraftwerken. Neue Kraftwerke müssen ihre Investitionskosten noch verdienen, alte Kraftwerke haben ihre Investitionskosten schon verdient.

Der niedrige Börsenpreis deckt also nicht die Gesamtkosten von Kraftwerken, er ist lediglich das Ergebnis eines Verdrängungswettbewerbs, wo eine hohe Überkapazität an Strom aus abgeschriebenen konventionellen Kraftwerken an der Börse mit einem ständig wachsenden Anteil von Strom aus Erneuerbaren Energien zusammentrifft, der über das EEGEEG
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist ein Gesetz zur Förderung der Erneuerbaren Energien in Deutschland. Ziel des EEG ist der schrittweise Ausbau der Erneuerbaren Energien bis zu einem Anteil von 80 Prozent an der deutschen Stromversorgung bis zum Jahr 2050. Kernelemente des EEG sind die garantierte Einspeisevergütung, die Anschlussgarantie sowie die bevorzugte Abnahme des Stroms durch den Netzbetreiber. Das Gesetz wurde 2000 beschlossen und 2014 und 2016 zuletzt novelliert.
gefördert wird.

Warum nehmen wir die EEG-Förderung in Anspruch?

Durch die EEG-FEEG-F
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist ein Gesetz zur Förderung der Erneuerbaren Energien in Deutschland. Ziel des EEG ist der schrittweise Ausbau der Erneuerbaren Energien bis zu einem Anteil von 80 Prozent an der deutschen Stromversorgung bis zum Jahr 2050. Kernelemente des EEG sind die garantierte Einspeisevergütung, die Anschlussgarantie sowie die bevorzugte Abnahme des Stroms durch den Netzbetreiber. Das Gesetz wurde 2000 beschlossen und 2014 und 2016 zuletzt novelliert.
örderung  wird der Unterschied aus den Erzeugungskosten Erneuerbarer Energien und dem Börsenpreis ausgeglichen.

Im Ergebnis könnte kann man mit grünem Strom ohne EEG-FEEG-F
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist ein Gesetz zur Förderung der Erneuerbaren Energien in Deutschland. Ziel des EEG ist der schrittweise Ausbau der Erneuerbaren Energien bis zu einem Anteil von 80 Prozent an der deutschen Stromversorgung bis zum Jahr 2050. Kernelemente des EEG sind die garantierte Einspeisevergütung, die Anschlussgarantie sowie die bevorzugte Abnahme des Stroms durch den Netzbetreiber. Das Gesetz wurde 2000 beschlossen und 2014 und 2016 zuletzt novelliert.
örderung, der beim Verkauf zusätzlich mit EEG-UmlageEEG-Umlage
Mit der EEG-Umlage werden die Kosten, die den Netzbetreibern durch die Vergütung von Erneuerbaren Energien im Rahmen des EEG entstehen, abzüglich der Einnahmen, die sie aus deren Vermarktung erzielen, auf die Endverbraucher verteilt.
belastet wird, keine wettbewerbsfähigen Preise anbieten. Der Gesetzgeber hat in der EEG-NovelleEEG-Novelle
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist ein Gesetz zur Förderung der Erneuerbaren Energien in Deutschland. Ziel des EEG ist der schrittweise Ausbau der Erneuerbaren Energien bis zu einem Anteil von 80 Prozent an der deutschen Stromversorgung bis zum Jahr 2050. Kernelemente des EEG sind die garantierte Einspeisevergütung, die Anschlussgarantie sowie die bevorzugte Abnahme des Stroms durch den Netzbetreiber. Das Gesetz wurde 2000 beschlossen und 2014 und 2016 zuletzt novelliert.
vom 01.08.2014 eine Verordnungsermächtigung geschaffen, die es dem Wirtschaftsminister ermöglicht, durch eine Verordnung wieder einen fairen Grünstrommarkt zu schaffen, der auch kleinen und mittelständischen Anbietern einen Marktzugang erlaubt. In diesem Modell würden die Grünstromanbieter den Strom ohne Förderung verkaufen und wären im Gegenzug von der EEG-UmlageEEG-Umlage
Mit der EEG-Umlage werden die Kosten, die den Netzbetreibern durch die Vergütung von Erneuerbaren Energien im Rahmen des EEG entstehen, abzüglich der Einnahmen, die sie aus deren Vermarktung erzielen, auf die Endverbraucher verteilt.
befreit. (Echtes Marktmodell) Konzernminister Gabriel missachtet das Parlament und setzt die Verordnung nicht um. Wir gehen daher einen anderen Weg. Um Strom aus unseren regionalen Erzeugungsanlagen wettbewerbsfähig anbieten zu können, nehmen wir dafür die Förderung über das EEGEEG
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist ein Gesetz zur Förderung der Erneuerbaren Energien in Deutschland. Ziel des EEG ist der schrittweise Ausbau der Erneuerbaren Energien bis zu einem Anteil von 80 Prozent an der deutschen Stromversorgung bis zum Jahr 2050. Kernelemente des EEG sind die garantierte Einspeisevergütung, die Anschlussgarantie sowie die bevorzugte Abnahme des Stroms durch den Netzbetreiber. Das Gesetz wurde 2000 beschlossen und 2014 und 2016 zuletzt novelliert.
in Anspruch. Der Gesetzgeber verlangt in diesem Falle absurder Weise, dass der über das EEGEEG
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist ein Gesetz zur Förderung der Erneuerbaren Energien in Deutschland. Ziel des EEG ist der schrittweise Ausbau der Erneuerbaren Energien bis zu einem Anteil von 80 Prozent an der deutschen Stromversorgung bis zum Jahr 2050. Kernelemente des EEG sind die garantierte Einspeisevergütung, die Anschlussgarantie sowie die bevorzugte Abnahme des Stroms durch den Netzbetreiber. Das Gesetz wurde 2000 beschlossen und 2014 und 2016 zuletzt novelliert.
geförderte Strom nicht mehr als GrünstromGrünstrom
Grünstrom bezeichnet elektrische Energie, die aus Erneuerbaren Energiequellen gewonnen wird.
oder sonst wie als Strom mit einer besonderen Wertigkeit vermarktet wird.

Aus diesem Grunde nennen wir unseren Strom nicht GrünstromGrünstrom
Grünstrom bezeichnet elektrische Energie, die aus Erneuerbaren Energiequellen gewonnen wird.
sondern "Strom allgemeiner Herkunft".

Grünstrom ist nicht gleich Grünstrom

Am Markt werden Ihnen häufig Tarife begegnen, die GrünstromGrünstrom
Grünstrom bezeichnet elektrische Energie, die aus Erneuerbaren Energiequellen gewonnen wird.
anbieten und sich preislich nur geringfügig vom Normalstromtarif unterscheiden. Wie ist das möglich?

Möglich ist das durch den Handel mit Zertifikaten (für neoliberale Volkswirte das Nonplusultra der Marktwirtschaft!). Der Zertifikatehandel ermöglicht den Handel mit der Eigenschaft von Waren unabhängig von der tatsächlichen Warenlieferung. Bei Strom bedeutet das: Die Grünstromeigenschaft von Strom aus erneuerbaren Energiequellen kann unabhängig von der tatsächlichen Stromlieferung eingekauft werden und dieses Grünstrom-EtikettGrünstrom-Etikett
Grünstrom bezeichnet elektrische Energie, die aus Erneuerbaren Energiequellen gewonnen wird.
kann beim Stromverkauf einfach auf Kohle- und Atomstrom aufgeklebt werden. Der TÜV stempelt das sogar ab. Dem Kunden wird damit suggeriert, dass er tatsächlich Strom aus Erneuerbaren Energiequellen kauft und dass er damit den Ausbau der Erneuerbaren Energien unterstützt.

Das ist aber meistens nicht der Fall. Die Norweger z.B. verkaufen ihren Wasserkraftstrom fast ausschließlich in Skandinavien. Das ist schon deshalb nicht anders möglich, weil es nur wenige Stromleitungen nach Mitteleuropa gibt. Die Norweger haben aber schon von ca. 96 Prozent ihres Wasserkraftstroms die Grünstromeigenschaft dieses Stroms an gutgläubige Kunden in ganz Europa verkauft. Das Grünwaschen von Kohlestrom mit grünen Etiketten aus Norwegen ist übrigens spottbillig: Das Etikett für eine gesamte Jahreshaushaltstrommenge von 3.500 kWh kostet gerade mal 40 ct! An diesem legalen Etikettenschwindel wird sich WestfalenWind-Strom nicht beteiligen.

5 Personen 4 Personen 3 Personen 2 Personen 1 Person