Energiespartipps

Stromfresser ausfindig machen und sparen

Laut dem Umweltbundesamt (UBA) kann ein durchschnittlicher Zweipersonenhaushalt 250 Euro sparen, wenn mit Energie sparsamer umgegangen wird. Die Broschüre „Energiesparen im Haushalt“ des Umweltbundesamtes zeigt hierbei wie das Energiesparen ohne Komfortverlust klappen kann – sowohl als Orientierungshilfe beim Neukauf sparsamer Geräte als auch beim Ausfindig machen bisher unerkannter Stromfresser im Haushalt. Laut UBA-Vizepräsident Thomas Holzmann sei das Abschalten eines Geräts immer noch der einfachste Weg um Energie zu sparen. 

Die unnötigen Leerlaufverluste

Ein einfacher Check hilft um zu erkennen, ob ein Gerät noch Strom zieht obwohl es keine Funktion mehr erfüllt: Ein warmes Netzteil (zum Beispiel von einem Mobiltelefon), welches sich noch in der Steckdose befindet, aber bereits vom Gerät getrennt ist, deutet darauf hin, dass sogenannter Leerstrom fließt. Vier Netzteile dieser Sorte verbrauchen über die Dauer eines Jahres zusammen bis zu 175 Kilowattstunden Strom, wenn sich diese dauerhaft am Netz befinden. Das kostet dann etwa 51 Euro. Aber auch bei Fernsehern, Druckern oder HiFi-Anlagen gibt es Leerlaufverluste. Eine alte HiFi-Anlage verursacht pro Jahr bei einem 24 Stunden Dauerbetrieb im Standby-Modus rund 53 Euro Stromkosten. Abhilfe schaffen hierbei zum Beispiel abschaltbare Steckdosenleisten. Wer es genau wissen will, kann auf das UBA-Energiekostenmessgerät zurückgreifen. Es kann kostenlos in vielen Bibliotheken deutschlandweit ausgeliehen werden und zeigt an, welches Gerät wie viel Energie verbraucht. 

Stromsparer auf Vormarsch

In den letzten Jahren ist die Energieeffizienz viele Geräte deutlich gestiegen. Das heißt sie benötigen weniger Strom für das Erbringen einer bestimmten Leistung. Der Stromverbrauch von Geschirrspülern ist zum Beispiel um 50 Prozent gesunken. Eine Energiesparlampe verursacht bei einer Laufzeit von 8000 Stunden Stromkosten von nur 34 Euro während eine normale Glühlampe 137 Euro Stromkosten verursacht. Ein Grund warum Standartglühlampen immer mehr vom Markt verschwinden. Auch LED-Fernseher sparen gegenüber Plasmageräten etwa die Hälfte des Stromes. Hingegen verbrauchen die komfortablen Wäschetrockner besonders viel Strom. Daher empfiehlt sich immer noch das kostenlose Trocken auf dem Wäscheständer. Wer auf den Trockner jedoch nicht verzichten kann oder möchte, findet mit Gas- oder Wärmepumpentrockner der Effizienzklasse A++ oder höher vergleichsweise sparsame Geräte.

Hinweise beim Kauf eines neuen Gerätes

Im Vorfeld sollte sich der Käufer eines neuen Gerätes über den tatsächlichen persönlichen Bedarf im Klaren sein. Größere Geräte verbrauchen schließlich mehr Strom. Beim Kauf ist ein Blick auf das Energielabel ein Vorteil: A++ und A+++ sind derzeit die höchsten Effizienzklassen und auf den am wenigsten verbrauchenden Produkten gleicher Größenklasse zu finden. Produkte, auf denen das Umweltzeichen „Blauer Engel“ zu finden ist, sind hingegen aus Umweltsicht die besten Waren einer Produktgruppe.

Datenbank für stromsparende Elektrogeräte

Die Initiative EnergieEffizienz der Deutschen Energie-Agentur (dena) unterstützt Verbraucher mit der Online-Datenbank TopGeräte-Datenbank beim Kaufen energieffizienter Geräte. Verbraucher profitieren immens von der Entwicklung hin zu modernen Elektrogeräten, die immer energieeffizienter werden. Denn diese Geräte können dabei helfen, die Stromkosten im Haushalt erheblich zu reduzieren. Die von der dena ins Leben gerufene Datenbank bietet einen umfassenden Überblick über die effizientesten Haushalts- und Fernsehgeräte, die am Markt zurzeit erhältlich sind. Erstmals kann auch nach effizienten Computern, Druckern und andere IT-Geräten gesucht werden. Damit haben Verbraucher die Möglichkeit, mit wenigen Angaben so den Stromverbrauch ausgewählter Geräte miteinander zu vergleichen und auf einen Blick zu sehen, wie viel Stromkosten sich durch ein energieeffizientes Gerät einsparen lassen. 

Mit LED bis zu 80 Prozent Strom einsparen

Nach Angaben der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) spart eine LED (Light Emitting Diodes) gegenüber einer herkömm­lichen Glühlampe mehr als 80 Prozent Strom ein. Ein Vier-Personenhaushalt, der seine Beleuchtung komplett auf LED umstellt, könnte seine Stromkosten pro Jahr um 90 Euro senken. Experten sind sich einig, dass die Beleuchtung mit LED-Lampen zahlreiche Vorteile bringt: 

  • LED sind mit einer Brenndauer von bis zu 15.000 Stunden sehr langlebig und wahre Energiesparwunder.
  • Sie überstehen problemlos häufiges Ein- und Ausschalten
  • LED sind robust und daher auch für den Einsatz im Freien geeignet.
  • Nach dem Einschalten erreichen die Lampen umgehend ihre maximale Helligkeit.
  • LED sind in den Standardformen E14 und E27 verfügbar und können als Ersatz für herkömmliche Glühlampen mit einer Leistung bis zu 60 Watt eingesetzt werden.
  • Die Lampen sind in der Anschaffung bislang zwar teurer, rechnen sich aber durch die großen Einsparungen sehr schnell.
  • LED-Lampen enthalten anders als Energiesparlampen keinerlei Quecksilber. Allerdings müssen die ausgedienten Lampen aufgrund ihrer elektronischen Bauteile trotzdem - wie andere elektrische oder elektronische Geräte auch - fachgerecht bei einem kommunalen Wertstoffhof oder über Sammelstellen beim Fachhändler entsorgt werden.

Das Angebot an effizienten Lampen ist in den vergangenen Jahren immer vielfältiger geworden. So können Verbraucher auf energieeffiziente Halogenlampen oder Energiesparlampen zurückgreifen. 

In der online verfügbaren Broschüre Energiespartipps für die Beleuchtung zeigt die Initiative EnergieEffizienz auf einen Blick, worauf Verbraucher beim Kauf der energie­effizienten Lampen achten sollten und gibt Tipps zur Wahl der passenden Helligkeit und Lichtfarbe.

Kostenloser Stromsparcheck

Wer Strom und Geld sparen möchte, sollte auf Energieeffizienz setzen. In vielen Haushalten gibt es noch große Einsparpotentiale, die schnell und ohne großen Aufwand genutzt werden können.

Unterziehen Sie ihren Haushalt einem Stromsparcheck. Die Initiative EnergieEffizienz der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) bietet auf www.stromeffizienz.de einen kostenlosen Stromsparcheck, der für jeden Haushalt individuelle Einsparpotenziale berechnet. Ermitteln Sie ganz einfach ihre Einsparpotentiale und machen Sie Schritt für Schritt Angaben zu Jahresstromverbrauch, Ausstattung, Nutzungsdauer und -häufigkeit elektrischer Geräte in Ihrem Haushalt. Im Anschluss erstellt der Stromsparcheck einen Überblick über den persönlichen Stromverbrauch und die größten Einsparpotenziale. 

Neue Kühlgeräte effizient einsetzen

Wer sich im Handel nach einem neuen Kühlschrank oder einer Gefriertruhe umsieht, stößt schnell auf das vielfältige Angebot an Gerätetypen und Sonderfunktionen. Hausgeräte+ zufolge, solle der Verbraucher ein besonderes Augenmerk auf die Ausstattungsmerkmale legen, mit denen sie Energie sparen und mehr Komfort gewinnen können. Ebenso sollte man sich über formale Merkmale wie Bauform, Gerätetyp und -größe im Vorfeld klar werden.

Gerätetyp und Größe wählen

Um ein passendes Gerät zu finden, gilt es vor dem Kauf folgende Fragen für sich zu klären. Wie viel Platz steht in der Küche für den Kühlschrank zur Verfügung? Gibt es eine Nische für ein Einbaugerät oder steht ausreichend Raum für ein Standgerät zur Verfügung? Und in welche Richtung soll die Kühlschranktür aufgehen? Der benötigte Nutzinhalt des Gerätes sollte dabei anhand der eigenen Haushaltssituation konkret festgelegt werden. Überdimensionierte Geräte können ansonsten die Stromkosten erhöhen. Reicht eine Kühl-Gefrierkombination aus oder braucht es für die vielen Vorräte ein separates Gefriergerät?

Langfristig auf Energieeffizienz setzen

Da Kühl- und Gefriergeräte das ganze Jahr über im Einsatz sind, ist es sinnvoll effiziente Geräte zu kaufen. Ein Kühlgerät ist durchschnittlich etwa 15 Jahre im Einsatz. Eine nützliche Orientierung bietet dabei das Energielabel. Die sparsamsten Modelle sind mit den besten Klassen A++ und A+++ gekennzeichnet. Zudem lässt sich auf dem Label der absolute Verbrauch der Geräte ablesen und problemlos miteinander vergleichen. Bei längerer Abwesenheit, wie zum Beispiel durch Urlaub, hilft die so genannte Holiday-Schaltung. Hierbei wird der Kühlraum auf 15 Grad abgekühlt. Die Bereiche können auch abgetrennt voneinander temperiert werden. 

Komfort für sich nutzen

Viele Geräte bieten komfortable Extras, die Verbraucher zu ihren Vorteilen nutzen können. Beispielsweise sind Kühlgeräte mit integrierten Null-Grad-Fächern sehr nützlich, in denen sich Lebensmittel bis zu drei Mal länger frisch halten als in herkömmlichen Kühlschränken. Besonders praktisch sind Modelle mit No-Frost-Funktion. Diese wirkt dem Energiefresser Eis entgegen: Das Gefriergut wird mit gekühlter Umluft eingefroren und die Feuchtigkeit kontinuierlich nach außen abgeführt. Lästiges Abtauen ist nicht mehr nötig. Weiterhin nützlich sind Displays mit digitalen Temperaturanzeigen, um gradgenaue Einstellungen zur Kontrolle des Gerätes zu vereinfachen. Durch den Trend zu Wohnküchen und offenen Essbereichen ist ein niedriger Geräuschpegel der Geräte ein wichtiges Auswahlkriterium. Leise Modelle liegen mittlerweile durch optimierte Technik und eine bessere Isolierung bei unter 40 Dezibel. Seit kurzem ist die Geräuschemission Pflichtangabe auf dem Energielabel. So können Verbraucher die Lautstärke der Geräte einfach vergleichen.

Startzeitvorwahl – die kostengünstige Alternative zu Kurzprogrammen

Die Zeit ist knapp – also Gas geben, das denken sich viele Verbraucher nicht nur beim Autofahren. Schnell- und Kurzprogramme von Wasch- oder Spülmaschine werden daher gern  in Anspruch genommen und im Alltag immer häufiger genutzt. Im Hinblick auf den Verbrauch gibt es eine Parallele zum Autofahren: Wer schnell mit dem Auto unterwegs ist, verbraucht mehr Sprit. So benötigen auch die Hausgeräte im Schnellwaschgang mehr Energie, um die gleichen Reinigungsergebnisse in kürzerer Zeit zu erbringen. Keine Frage, praktisch sind die schnellen Programme – zum Beispiel wenn das Geschirr bei einer Familienfeier oder Geburtstagsparty schnell sauber werden und wieder zum Einsatz kommen soll. Oder wenn man nur wenig Zeit zur Verfügung hat und die Lieblingsbluse schnell gewaschen und zum Trocknen auf die Leine gehangen werden muss. Die Verwendung der Kurzprogramme sollte, dem Geldbeutel zuliebe, jedoch nicht zur Gewohnheit werden.

Nicht schnell, aber sparsam

Wer nicht schnell, sondern in erster Linie sparsam waschen und spülen möchte, der sollte im Alltag lieber auf die sogenannten Eco-Programme zurückgreifen. „Der Verbraucher hat zum Beispiel bei der Waschmaschine die Wahl, ob er besonders schnell oder besonders sparsam waschen will“, so Claudia Oberascher von der Initiative HAUSGERÄTE+. Moderne Modelle bieten zahlreiche alternative Funktionen und Programme, mit denen es sich im Alltag kostengünstiger waschen lässt als im Schnellwaschgang. Am sparsamsten sind die effizienten Eco-Programme, die aber oft bis zu drei Stunden für einen Waschgang benötigen. Durch die längere Laufzeit dieser Sparprogramme lassen sich andererseits niedrigere Temperaturen nutzen, denn das Reinigungsmittel hat mehr Zeit zu wirken. Extreme Kurzwäsche hingegen, die nur rund 30 Minuten dauert, kann bei der Waschwirkung nicht mithalten. Diese Programme eignen sich zum Auffrischen kleinerer Beladungsmengen. Für stark verschmutzte Wäsche ist ein Programm mit langer Laufzeit das Richtige, Kurzprogramme sind dafür ungeeignet. Auch für die Haushaltskasse ist es grundsätzlich besser, die Waschmaschine länger laufen zu lassen. „Bei längerer Waschzeit arbeitet die Maschine nur kurze Zeit auf hoher Temperatur. In der übrigen Zeit verbraucht sie kaum Energie“, erklärt die Expertin von HAUSGERÄTE+. Das Ganze gilt übrigens auch für die Geschirrspülmaschine. 

Bessere Planung mit der Starzeitvorwahl

Moderne Wasch- und Geschirrspülmaschinen bieten mittlerweile eine gute Alternative zum Schnellwaschgang an. Mit der sogenannten Startzeitvorwahl lässt sich vorausschauend planen: Mit dieser Funktion ist das Gerät zur vorgegebenen Zeit fertig. Der Programmbeginn kann von einer bis zu 24 Stunden vorgewählt werden – in Schritten von einer bis zu einer halben Stunde. So läuft die Maschine im Sparprogramm bequem mehrere Stunden lang und ist fertig, wenn der Nutzer beispielsweise abends nach der Arbeit nach Hause kommt. Wer die Programmvorwahl nutzen möchte, sollte allerdings ein Gerät mit Komplettschutz vor Wasserschäden verwenden. „Beim Kauf einer neuen Maschine sollten Verbraucher darauf achten, dass das Gerät ein Display hat“, erklärt Claudia Oberascher. „Dann kann man auch davon ausgehen, dass es eine Startzeitvorwahl besitzt.“ Praktisch ist auch die Anzeige der Restlaufzeit, wodurch sich das Waschen und Spülen ebenfalls besser planen lässt. Wer Zeit und Geld sparen möchte, sollte im Alltag also lieber auf eine bessere Organisation  der Hausarbeit, als auf zeitsparende Programme setzen.

80 Prozent Strom sparen mit neuer Heizungspumpe

Eine Analyse der gemeinnützigen co2online GmbH hat ergeben, dass veraltete Heizungspumpen reine Stromfresser sind. So seien über 90 Prozent der Heizungspumpen in Wohnungen überdimensioniert und meist über zehn Jahre alt. Viele Hausbesitzer kümmerten sich nicht darum, dabei könne man mit einer neuen Hocheffizienzpumpe bis zu 80 Prozent Strom sparen. Eine Investition würde sich schon nach zwei bis fünf Jahren lohnen und sorge dafür, dass die Verbraucher längerfristig Strom einsparen und gleichzeitig von gesunkenen Stromkosten profitieren. Für den Tausch der alten Pumpen gibt es verschiedene Förderprogramme von Bund, Ländern, Kommunen, Umweltverbänden und Energiedienstleistern. Vorab können Verbraucher sich auf www.sparpumpe.de informieren und den Zustand ihrer Heizungspumpe ermitteln. Der Online-Ratgeber bietet auch weitere Informationen zu regionalen und bundesweiten Förderprogrammen, die anhand der Postleitzahl abgerufen werden können und den persönlichem Vorhaben entsprechen.

Energieeffizient in den Urlaub

Sommerzeit ist Urlaubszeit! Wie Sie dabei noch Geld sparen können, verrät die Initiative EnergieEffizienz der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). Vor dem Start in den Sommerurlaub sollten Verbraucher alle elektrischen Geräte komplett vom Netz trennen, die in der Abwesenheit nicht benötigt werden. Vor allem ältere Elektrogeräte werden zu unbemerkten Stromfressern und verursachen während des Urlaubs unnötige Kosten.  Laut dena können Stromkosten von 42 Euro, die durchschnittlich in einem typischen Vier-Personen-Haushalt während eines zweiwöchigen Urlaubs anfallen, durch richtiges Abschalten auf fast Null gesenkt werden. Vor der Abreise sollte man also zum Beispiel ältere Fernseher, DVD-Player, Receiver oder HiFi-Anlagen vom Netz trennen. Auch Computer, Drucker oder Scanner belasten im weit verbreiteten Betriebszustand „Schein-Aus“ unnötig die Haushaltskasse. Wer diese unnötigen Stromkosten vermeiden will, sollte über die Anschaffung einer schaltbaren Steckdosenleiste nachdenken, über die mit einem Handgriff gleich mehrere Geräte komplett vom Netz genommen werden können. Gönnen Sie auch den Küchengeräten Urlaub und ziehen sie bei  Mikrowelle,  Kaffeevollautomat oder entleertem Kühlschrank den Stecker. Die Türen sollten nach dem Abtauen des Kühlschranks geöffnet bleiben, damit sich im Inneren kein Schimmel bildet. Es rechnet sich auch bei kleineren Elektroboilern zur Warmwasserversorgung diese bei kurzer Abwesenheit abzuschalten. Größere Speicher sollten nur bei längeren Urlaubsreisen vom Netz getrennt werden. Aus hygienischen Gründen ist es dabei ratsam, das Wasser im Boiler beim Wiedereinschalten auf über 60°C zu erhitzen. 

Kühl- und kosteneffizient durch die heiße Jahreszeit

Beim Einsatz von Klimageräten bedenken Verbraucher oftmals nicht den hohen Stromverbrauch beim regelmäßigen Betrieb. Laut der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) kann dies auch schon mal Stromkosten von bis zu 120 Euro verursachen. Die dena empfiehlt, schon beim Kauf auf die Energieeffizienz des Geräts zu achten und immer die beste Energieeffizienzklasse A zu wählen. Gegenüber einem Gerät der Klasse C liegt die Ersparnis dabei schon bei 20 Prozent. Außerdem arbeiten fest installierte Systeme im Unterschied zu mobilen und eignen sich besonders für große Räume. Bei mobilen Klimageräten muss die Abluft durch ein angekipptes Fenster abgeleitet werden und warme Umgebungsluft, welche wieder gekühlt werden muss, strömt ein. Die dena rät Verbrauchern auch, ein Aufheizen der Räume im Voraus schon weitestgehend zu verhindern: Je höher die Temperatur im Raum, desto stärker muss das Gerät kühlen. Um die Wohnung „vorzukühlen“ kann die kühlere Nachtluft genutzt werden und auch das Schließen von Jalousien und Fensterläden sorgt dafür, dass sich Räume weniger aufheizen.

Strom und Wasser sparen mit effizienten Waschmaschinen

Die Verbraucherplattform für nachhaltigen Konsum „EcoTopTen“ stellt insgesamt 84 Waschmaschinen vor, mit denen Verbraucher jetzt noch mehr sparen können. Erstmals gibt es Waschmaschinen, die deutlich weniger als eine Kilowattstunde Strom pro Waschgang bei 60 Grad Celsius brauchen. „Im Vergleich zu unserer Marktübersicht von 2009 sparen diese Geräte bis zu einem Viertel an Strom“, fasst Dr. Dietlinde Quack, Projektleiterin für EcoTopTen am Öko-Institut, zusammen.

Was ist neu an Waschmaschinen?

Die Angaben in der aktuellen EcoTopTen-Marktübersicht für effiziente Waschmaschinen beziehen sich auf die neue Energieeffizienz-Kennzeichnung und berücksichtigen neben dem 60 Grad-Waschgang auch ein 40 Grad-Programm. Darüber hinaus wird neben der vollen Beladung auch eine halbe Waschladung in die Berechnung einbezogen. Als Grund für die veränderte Berechnungsgrundlage bei der Kennzeichnung geben Experten das veränderte Waschverhalten an: So waschen heute mehr Menschen ihre Wäsche bei niedrigeren Temperaturen, dafür eher mit halbvoller Trommel. Ebenfalls neu ist, dass der Jahresstrom- und Jahreswasserverbrauch auf der Basis von 220 Waschzyklen pro Jahr angegeben wird. Das entspricht rund vier Waschzyklen pro Woche.

Was kosten die Geräte wirklich?

Mit den „jährlichen Gesamtkosten“ zeigt EcoTopTen zudem auf, was die Produkte „wirklich“ kosten. Das heißt, es wird nicht nur der Kaufpreis verglichen, sondern es fließen auch die Folgekosten in die Bewertung ein, zum Beispiel für den Strom-, Wasser- und Waschmittelverbrauch bei Waschmaschinen oder für Steuern, Versicherungen, Wertverlust und Kraftstoffverbrauch bei Autos. Auch Qualitätsurteile werden, soweit vorhanden, mit aufgeführt. EcoTopTen ist eine Verbraucherinformationskampagne für nachhaltigen Konsum, die das Öko-Institut e.V. initiiert hat. Die Plattform bietet Verbrauchern kompakte Marktübersichten zu empfehlenswerten Produkten, die nicht nur umweltfreundlich und energieeffizient sind, sondern auch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und eine hohe Qualität haben. Unter EcoTopTen.de finden Sie Empfehlungen und Tipps für Waschmaschinen, um mehr Strom und Wasser zu sparen.

EcoTopTen-Marktübersicht über Fernsehgeräte

Das Institut für angewandte Ökologie hat auf seiner Verbraucherinformationsplattform für umweltschonende Produkte EcoTopTen.de ökologische Fernsehgeräte zusammengestellt, damit sich Verbraucher im Produktdschungel orientieren können. Bei den Tests erfüllten rund 100 Fernsehgeräte die anspruchsvollen Mindestkriterien und sind in der EcoTopTen-Marktübersicht gelistet. Sie sind nach Bildschirmgröße in sieben Kategorien gruppiert. „Nach dieser Vorauswahl haben Verbraucher die Möglichkeit, sich ein Bild über den Jahresstromverbrauch, den jährlichen CO2-Ausstoß sowie die jährlichen Betriebskosten zu machen“, sagt Siddharth Prakash, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Produkte & Stoffströme.

Kriterien des Öko-Instituts:

Effizienz

Die Energieeffizienzskala reicht bei TV-Geräten von Klasse A+ für die effizientesten Geräte bis Klasse G für die am wenigsten effizienten. Für eine Aufnahme in die EcoTopTen-Marktübersicht ist die Auszeichnung mit Effizienzklasse A bei Geräten bis 127 cm sichtbarer Bildschirmdiagonale beziehungsweise A+ bei Geräten mit größeren Bildschirmen erstes Kriterium. Des Weiteren darf die maximale Leistungsaufnahme im Betrieb 110 Watt nicht überschreiten. „Gerade bei Geräten mit einem großen Bildschirm achten wir auf die bisher beste Kategorie A+, da üblicherweise mit der Größe auch der Stromverbrauch zunimmt“, so Prakash.

Umweltzeichen

Fernsehgeräte, die mit Umweltzeichen wie dem Blauen Engel oder der EU-Blume gekennzeichnet sind, werden in der EcoTopTen-Marktübersicht besonders hervorgehoben. Denn diese Geräte erfüllen neben hoher Energieeffizienz noch weitere anspruchsvolle Umweltkriterien wie geringer Schadstoffgehalt, recyclinggerechte Konstruktion und lange Lebensdauer.

Stromfresser

Das Öko-Institut rät Käufern von vorneherein die Folgekosten in die Kaufentscheidung mit einzubeziehen. Mit Folgekosten sind v.a. die Kosten für den Stromverbrauch des Geräts gemeint. Auch wenn die Anschaffungskosten eines von EcoTopTen empfohlenen Gerätes zunächst höher sein können, sind diese klima- und umweltschonender und ein Kauf lohnt sich im Laufe seiner Lebensdauer finanziell.
Unter ecotopten.de/fernsehen.de können Sie die Produktempfehlungen des Öko-Instituts für TV-Geräte einsehen.